Mit Bodybuilding richtig anfangen - Artikelserie Teil 1

Die richtigen Grundvoraussetzungen um mit dem Training zu starten

Das Training mit Gewichten ist längst nicht mehr ein Nischensport, sondern Lifestyle geworden. Fitnessstudios gibt es überall und die Nachfrage groß.

Während der eine Athlet Muskeln aufbauen möchte, geht es dem anderen um ein definierteres Aussehen. Auch gesundheitliche Gründe können für den einen oder anderen der Ausgangspunkt für das Training mit Gewichten sein.

Meistens lässt sich die Motivation jedes einzelnen nicht in eine Schublade packen, sondern besteht aus vielen unterschiedlichen Aspekten gleichzeitig. Fakt ist, das es eine gute Entscheidung ist seinen Körper zu trainieren, egal mit welchem Vorsatz man rangeht.

Eine Sache ist hierbei aber problematisch, es wird zu selten richtig erklärt was wirklich im Detail zu beachten ist, um zielorientiert zu trainieren. Training ist eine komplexe Sache und es muss immer wieder an das Leistungsniveau angepasst werden.

Gerade am Anfang ist es auch wichtig, dass  jemand darauf achtet, dass die Übungsausführung korrekt durchgeführt wird. Wenn man sich eine Übung erst einmal falsch angewöhnt hat, ist es schwer sich erneut umzugewöhnen.

Dieser Artikel ist der erste Teil der Artikelserie „Mit Bodybuilding richtig anfangen – Artikelserie für Einsteiger“.

Die richtigen Voraussetzungen für das Training mit Gewichten

Du willst richtig loslegen und mit Gewichten trainieren – aber bist du dafür auch wirklich Fit genug?

Bodybuilding ist schwerst Belastung für den ganzen Körper. Nicht nur das deine Gelenke, Bänder und Sehnen sehr stark beansprucht werden, auch das Herz- Kreislaufsystem wird enorm beansprucht. Es ist deshalb äußerst wichtig im Vorfeld zu prüfen ob man auch wirklich gesund ist, bevor man mit dem Training beginnt.

Klar, viele werden jetzt denken – was soll diese Übervorsicht?

Aber ganz im Ernst, ein Gesundheits-Check vor Beginn des Trainings mit Gewichten ist wirklich wichtig und egal wie alt man ist, auch zu empfehlen.

Auch junge Menschen können schon eine körperliche Beeinträchtigung aufweisen, ohne es selbst wirklich zu wissen. Sie beginnen mit dem Krafttraining und richten am Ende noch größeren Schaden an oder verschlimmern die Symptome.

Kein großer Aufwand und dabei sinnvoll und präventiv

Es ist wirklich keine große Sache im vornherein abzuchecken, ob man auch die nötige körperliche Fitness mitbringt. Wenn du dich in einem Fitnessstudio anmeldest, sollte es sogar grundsätzlich bei der Anmeldung dazugehören, das ein Gesundheits-Check durchgeführt wird.

Wenn du dich irgendwo fürs Training als Einsteiger anmeldest und niemand interessiert es, ob du wirklich gesund bist – indem man sich auch davon durch diverse Tests überzeugt – dann stimmt dort etwas nicht. Hier sollten sofort alle Alarmsignale angehen, denn wenn es hier schon nicht richtig passt, wie soll dann erst die zukünftige „professionelle“ Betreuung und Unterstützung im Training aussehen?

In jedem guten Fitnessstudio werden mit einem neuen Mitglied Eingangsgespräche geführt. Sogenannte Check-up Termine sind dafür da, um denn derzeitigen Zustand der körperlichen Fitness des neuen Mitglieds zu überprüfen und das zukünftige Training danach auszurichten.

Wenn nun das neue Mitglied top fit und gesund ist, kann es mit dem Training ohne Einschränkungen losgehen. Das Gute daran ist, man ist auch selbst auf der sicheren Seite und geht dadurch mit einem guten Gefühl ins Training.

Training in den eigenen 4 Wänden

Auch wenn man Zuhause trainieren möchte, ist es sehr wichtig vor Beginn des Trainings einen Gesundheits-Check durchzuführen. Natürlich werden hier keine Check-up Termine wie im Fitnessstudio stattfinden 🙂

Aber es sollte dich nichts davon abhalten, vor Beginn des Trainings einmal einen kleinen Gesundheits-Check bei deinem Hausarzt zumachen. Das dauert nicht lang und du bist auf der sicheren Seite.

Der Gesundheits-Check sollte stattfinden bevor man sich jede Menge Trainingsausrüstung für teures Geld kauft.

Generell sollten keine Gelenk- und Herz- Kreislauf Probleme vorhanden sein und falls doch, dann muss die Trainingstauglichkeit von einem Arzt bestätigt und das Training an die Bedürfnisse angepasst werden. Nicht das es durch das Training zu einer Verschlechterung der Symptome kommt – das gilt auch für Studiomitglieder.

Eckpunkte für ein Check-up Termin, auch Anamnese genannt
(diese Eckpunkte sollte ein Gesundheits-Check mindestens beinhalten)

  • Persönliche Eckdaten u.a. Körpergröße, Gewicht und Alter
  • Gesundheitszustand (Vorerkrankungen etc.)
  • Untersuchung des Herzkreislaufsystems – Blutdruck sowie Puls messen

zusätzliche Informationen für den Fitnesstrainer, damit dieser einen individuellen Trainingsplan erstellen kann:

  • Trainingsziele genau festlegen
  • Frühere und oder Aktuelle Sportliche Aktivitäten
  • Zeitmanagement – wie viel Zeit ist fürs Training vorhanden
  • ggf. Berufliche Situation oder Studium/Schule berücksichtigen
  • Body mass Index und derzeitiges Leistungsniveau festhalten

Grundvoraussetzung – richtige Trainingsausrüstung

Jetzt wo der gesundheitliche Aspekt etwas ausführlicher beschrieben wurde, will ich auf das Trainingsequipment näher eingehen.

Wenn die Ausstattung in deinem privaten Fitnessraum oder in einem Fitnessstudio zu wünschen übrig lässt, dann wird dir das Training auf lange Sicht keinen Spaß machen. Du wirst es sogar im schlimmsten Fall aufgeben – und das sollte auf keinen Fall passieren.

Mit der Trainingsausrüstung verhält es sich genauso wie mit Werkzeug, Hast du schlechtes Werkzeug, werden auch die Ergebnisse dementsprechend sein – oder die Arbeit wird zumindest kein Spaß machen! 🙂

Bevor du in einem Fitnessstudio Mitglied wirst, überzeuge dich mit einem Probetraining von der Ausstattung. Hier finde ich es besonders wichtig, darauf zu achten, dass die Trainingsgeräte auch zu deinem Trainingszielen passen.

Wenn du zum Beispiel Bodybuilding machen möchtest – also Muskelaufbau mit all seinen Facetten, dann ist es absolut notwendig, dass der Freihantelbereich dementsprechend gut ausgestattet ist.

Es sollten ausreichend Trainingsbänke, Langhanteln und Kurzhanteln vorhanden sein. Damit man sein Training auch am Stück absolvieren kann wenn mal wieder alle gleichzeitig anwesend sind. Wenn nur eine Hantelbank vorhanden ist, womit alle trainieren wollen, kannst du dich auf lange Satzpausen einstellen – das sollte nicht passieren.

Um das zu vermeiden informiere dich im Vorfeld ausreichend über die Trainingsmöglichkeiten und lass dich nicht von verchromten Trainingsgeräten blenden – nicht alles was glänzt ist Gold 🙂

Die Trainingsausrüstung zuhause

Wenn du zuhause trainierst, wird es dir nicht unbedingt möglich sein, eine vergleichbare Trainingsausrüstung wie in einem Fitnessstudio zu haben. Aber auch hier solltest du auf einige wichtige Faktoren achten, damit dir das Training auch dauerhaft Spaß macht und du dabei bleibst.

Da es unzählige Trainingsgeräte auf dem Markt gibt, wird es hier schwer im Detail auf eine ideale Grundausstattung für zuhause einzugehen, aber aus eigener Erfahrung fällt mir hierzu ein gutes Sprichwort ein:

„Wer billig kauft, kauft zweimal !!!“

Spare hier nicht am falschen Ende und kaufe eine ordentliche Trainingsausrüstung und sorge für ausreichend Platz zum trainieren. Nichts ist schlimmer und ungünstiger, als auf engen Raum mit schweren Gewichten zu trainieren.

Fazit – fassen wir zusammen:
Als körperliche Grundvoraussetzung gilt es, im Vorfeld einen Gesundheits-Check durchzuführen, bevor man ernsthaft mit dem Training beginnt. Das dauert wirklich nicht lange und du schützt damit deine Gesundheit. Dein höchstes gut!

Die nächste Grundvoraussetzung, um erfolgreich mit dem Training zu starten, ist eine gute Ausstattung an Trainingsequipment. Die Trainingsausstattung muss immer zu deinem Trainingsziel passen.

Was nützt es dir, wenn du Muskeln aufbauen möchtest aber in deinem Fitnessstudio überwiegend Crosstrainer und Laufbänder zur Verfügung stehen. Mach dich also im Vorfeld schlau, bevor du Geld ausgibst.

Falls Du dich entschlossen hast zuhause zu trainieren, wirst du in der Regel nicht solch eine große Auswahl an Trainingsgeräten haben, wie es in einem Fitnessstudio der Fall ist, aber achte darauf dennoch hochwertige Trainingsgeräte zu kaufen und spare nicht am falschen Ende. Du wirst sonst schnell die Lust am Training verlieren, weil es umständlich und demotivierend erscheint – und das wäre schade.

Ich hoffe ich konnte dir mit diesem Artikel wieder etwas weiterhelfen – erst recht dann, wenn du gerade vorhast mit dem Training zu beginnen.

Ich stehe dir gerne mit Rat zur Seite und wenn du Fragen und Anregungen hast, lass es mich bitte wissen und nutze die Kommentarfunktion.

Der nächste Teil dieser Artikelserie lautet “ Die Körpertypen und ihre Bedeutung für mein Training„. Ich hoffe du bist auch dann wieder dabei! Bis dahin….

LG Marco

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