Mit Bodybuilding richtig anfangen - Artikelserie für Einsteiger Teil 6

Wie man richtig Trainingstagebuch führt

In diesem Artikel geht es um das Trainingstagebuch und wie man es richtig führt. Macht es Sinn sein Training aufzuzeichnen und wenn ja, welche Vorteile hat man dadurch?

Was gehört alles in ein gutes Trainingstagebuch und welche Angaben sind wichtig, damit später das Training optimal ausgewertet werden kann?

Dieser Artikel ist ein Teil der Artikelserie „Mit Bodybuilding richtig anfangen – Artikelserie für Einsteiger„.

Ein Trainingstagebuch zu führen ist vielleicht nicht selbstverständlich und nicht unbedingt jedermanns Sache. Aber es gibt nichts, was einen besser dabei unterstützt sein Trainingsfortschritt zu kontrollieren und an Feinheiten des Trainings zu feilen, um  zukünftig noch effektiver trainieren zu können.

Wie führt man am besten ein Trainingstagebuch?

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Um sein Training aufzuzeichnen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Damals war es üblich das Training in Papierform festzuhalten und dann regelmäßig anhand der Aufzeichnungen, eine Auswertung der einzelnen Trainingsdaten zu machen. Heute hat man natürlich auch digitale Möglichkeiten, um sein Smartphone oder Tablet mithilfe einer App in ein Trainingstagebuch zu verwandeln.

Der Vorteil bei einer digitalen Aufzeichnung des Trainings liegt auf der Hand – denn es ist in digitaler Form deutlich leichter und komfortabler eine Statistik oder Auswertung zu gestalten, als es in Papierform der Fall war. Dadurch erhält man auf Knopfdruck eine wunderschön aufbereitete Auswertung seines Trainingsfortschritts.

Wenn man gerade erst damit beginnt sein Training in aufzuzeichnen, mag es noch sehr interessant sein, aber später kann es durchaus vorkommen, dass es gerne einmal vernachlässigt wird weil es mühselig erscheint nach jeder Übung die unterschiedlichsten Informationen erneut aufzuschreiben.

Wenn jetzt das ganze noch in Papierform aufgeschrieben wurde, kommt noch erschwerend hinzu, dass die gesamte Auswertung später ebenfalls eine enorme Zeit in Anspruch nimmt. Das ganze hat zur Folge, das das Trainingstagebuch in der Regel nicht mehr weitergeführt wird und das wäre Schade.

Deshalb empfehle ich ganz klar das Trainingstagebuch digital zu führen. Seine Trainingsdaten festzuhalten muss simpel und einfach sein, damit es auch gemacht wird wenn einmal weniger Zeit und Lust vorhanden ist.

Ich selber verwende gerne eine Trainingstagebuch App dafür – hierzu habe ich bereits einen Artikel veröffentlicht „Trainingstagebuch App Erfahrungsbericht„. Dort findest du Infos zu einer sehr nützlichen App in diesem Bereich – „Gym Book“ von Logical Mind.

Ebenfalls zu empfehlen ist die App „Trainingstagebuch“ von Stefan Feirer

Was gehört in ein Trainingstagebuch?

Damit ein Trainingstagebuch für dein zukünftiges Training sehr nützlich werden kann, ist es notwendig, das immer wiederkehrende Angaben zu den einzelnen Trainingseinheiten / Übungen vorhanden sind. Nur so lassen sich dann im Nachhinein die einzelnen Daten vergleichen und es können so Rückschlüsse aus diesen Informationen für das zukünftige Training gezogen werden.

Um eine Übung vollständig zu erfassen müssen folgende Daten festgehalten werden:

  1. Übungsbezeichnung
  2. Satzanzahl
  3. Wiederholungs Anzahl
  4. verwendetes Gewicht
  5. körperliches befinden

Übungsbezeichnung:

Gewöhne dir gleich zu Beginn an, den einzelnen Übungen korrekte und eindeutige Namen zu geben – um auch später noch erkennen zu können um welche Übungen es sich bei deinen Aufzeichnungen handelt 🙂

Ich sage das deshalb so deutlich, weil es doch die unterschiedlichsten Fantasienamen für diverse Übungen im Bodybuilding gibt und man dadurch als Anfänger natürlich schnell den Überblick verlieren kann.

Bleib bei einer Übungsbezeichnung und verwendet diese fortlaufend. Hier erhälst du einen guten Überblick über sämtliche Übungen im Bodybuilding sowie deren Bezeichnung.

Fehlerhafte Übungsbezeichnungen sind irreführend

Beispiel:
Bankdrücken auf der Flachbank mit Langhantel“ anstelle von „Bankdrücken“ allein.

Der Grund dafür ist schnell erklärt. Ein halbes Jahr später wirst du nicht mehr wissen ob du bei der Aufzeichnung „Bankdrücken“ einfaches Bankdrücken mit der Langhantel auf der Flachbank ausgeführt hast oder ob es doch eher Bankdrücken mit Kurzhanteln war. Deshalb bleibe bei der Übungsbezeichnung eindeutig, damit du langfristig etwas von deinen Aufzeichnungen hast.

Satzanzahl

Die Anzahl der Sätze ist natürlich auch eine weitere wichtige Angabe. Damit wirst du später erkennen können, wie viele Sätze du pro Übung ausgeführt hast und welches Trainingsgewicht du jeweils verwendet hast.

Wiederholungs Zahlen und Gewichtsangaben

Die Angabe der Wiederholungen (in Verbindung mit Satzanzahl und Gewicht) ist ein ganz wichtiger Parameter, um zu erkennen ob es an der Zeit ist ein neues Trainingsgewicht zu verwenden – also brauchen wir natürlich auch die Angabe des verwendeten Gewichts für die jeweilige Übung.

Das körperliche befinden

Ich empfehle dir bei deinem Trainingstagebuch auf jeden Fall die Möglichkeit zu nutzen, dein körperliches befinden für die jeweilige Trainingseinheit in wenigen Worten aufzuschreiben. Diese Angabe gibt dir später die Möglichkeit, bei der Auswertung festzustellen, warum es hier und da zu einem Leistunganstieg oder Leistungsabfall gekommen ist.

Fazit:

Die Verwendung eines Trainingstagebuchs lohnt sich und wird dir auf lange Sicht dabei behilflich sein:

  • dein Training effektiv zu steuern
  • deine Trainingsgewichte optimal anzupassen
  • Gründe für Leistungssteigerungen sowie Leistungsabfälle zu erkennen und diese zu nutzen bzw. diesen entgegenzuwirken
  • Trainingsfehler sichtbar zu machen
  • Stärken zu erkennen

um nur einige der Vorteile zu nennen.

Nur wenn du den Überblick über dein Training behälst und dies auch jederzeit analysieren kannst, wird es dir möglich sein dein Training effektiv an deine körperliche Entwicklung anzupassen und dadurch entscheidende Vorteile im puncto Trainingserfolg zu erzielen.

Im nächsten Artikel dieser Artikelserie geht es um das Thema „Das Training richtig analysieren und steuern“ ich hoffe du bist auch dann wieder bei.

Viele Grüße Marco

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